Neuregelung der Pendlerförderung

Um bestehende Benachteiligungen zu beseitigen sowie die Pendler zusätzlich zu entlasten, wurden die bestehenden Pendlerförderungen mit 2013 ausgeweitet. Das ursprüngliche Freibetragsmodell bleibt erhalten. Täglich verlassen 1,…
Um bestehende Benachteiligungen zu beseitigen sowie die Pendler zusätzlich zu entlasten, wurden die bestehenden Pendlerförderungen mit 2013 ausgeweitet. Das ursprüngliche Freibetragsmodell bleibt erhalten.

Täglich verlassen 1,7 Millionen Österreicher bei ihrem Arbeitsweg die Grenzen ihrer Heimatgemeinde, das sind 48 Prozent aller unselbstständig Erwerbstätigen. Bei fast zwei Drittel (62 Prozent) der Arbeitnehmer ist der Arbeitsplatz höchstens 15 Kilometer vom Wohnort entfernt. Immerhin acht Prozent bzw. 280.000 Beschäftigte fahren aber jeden Tag mehr als 50 Kilometer zur Arbeit und sind daher mehr als eine Stunde unterwegs.

Pendlerpauschale auch für Teilzeitkräfte
Das Pendlerpauschale stellt für Arbeitnehmer eine steuerliche Abgeltung der Kosten dar die für längere Fahrtstrecken zwischen Wohnung und Arbeitsstätte anfallen. Seit Jahresbeginn 2013 besteht auch für Teilzeitkräfte ein Anspruch auf Pendlerpauschale.
Die Neuregelung sieht einen Anspruch auf Pendlerpauschale auch für Arbeitnehmer vor, die nur an vier bis sieben Tagen oder an acht bis zehn Tagen pro Monat zu ihrer Arbeitsstätte fahren. Diese erhalten ein bzw. zwei Drittel des jeweiligen Pendlerpauschales. Fahren Pendler mindestens an elf Tagen pro Monat zur Arbeit, erhalten sie wie bisher das Pendlerpauschale zur Gänze.
Auch die bisherige Kilometerstaffel und die Höhe der Pendlerpauschalen bleiben unverändert.

Neuer Absetzbetrag „Pendlereuro“
Darüber hinaus wurde bei Anspruch auf ein Pendlerpauschale zusätzlich ein so genannter Pendlereuro als steuerlicher Absetzbetrag neu eingeführt. Dieser ist von der Entfernung zum Arbeitsplatz abhängig ist ein Jahresbetrag: Jeder Pendler bekommt pro Kilometer Distanz zwischen Wohnstätte und Arbeitsplatz zwei Euro. Er steht Beziehern des großen und des kleinen Pendlerpauschales gleichermaßen zu. Bei Teilzeitkräften wird der Pendlereuro wie beim Pendlerpauschale aliquotiert. Die Berücksichtigung des Pendlereuros soll wie beim Verkehrsabsetzbetrag durch den Arbeitgeber erfolgen.
Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Finanzen im Internet: www.bmf.gv.at/steuern/arbeitnehmer-pensionisten/pendlerpauschale/informationen-zur-pendlerfoerderung.html

Weitere Pendler-Förderungen:
Zur Förderung der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel soll das Jobticket auch Arbeitnehmern ohne Anspruch auf das Pendlerpauschale vom Arbeitgeber steuerfrei zur Verfügung gestellt werden können. Das heißt, der Arbeitnehmer hat für diesen Vorteil keinen Sachbezug zu versteuern.
Auch Arbeitnehmer, die auf Grund ihres geringen Einkommens keine Lohnsteuer zahlen, sollen von der erweiterten Pendlerförderung profitieren: Der Pendlerzuschlag wird für sie von 141 Euro auf 290 Euro angehoben.