Pendlerrechner

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) präsentiert ein absolutes Novum in der Pendlerförderung: der Pendlerrechner ist online. Der neue Pendlerrechner ist ein Musterbeispiel in Sachen Verwaltungsvereinfachung und stellt maximales…
Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) präsentiert ein absolutes Novum in der Pendlerförderung: der Pendlerrechner ist online.

Der neue Pendlerrechner ist ein Musterbeispiel in Sachen Verwaltungsvereinfachung und stellt maximales Service für die Bürgerinnen und Bürger dar. Mittels dieser europaweit einzigartigen Umsetzung kann für bis zu 500.000 Bürgeranfragen pro Tag rechtsverbindlich ermittelt werden, ob ein allfälliges Pendlerpauschale inkl. des zu berücksichtigenden Pendlereuro zusteht oder nicht. Steht laut Pendlerrechner ein Pendlerpauschale und ein Pendlereuro zu, kann das Ergebnis ausgedruckt werden. Dieser Ausdruck ist für den Bezug der Förderung ab 2014 entweder beim Arbeitgeber abzugeben oder für die Einkommensteuerveranlagung des jeweiligen Jahres aufzubewahren.

Pendlerförderung in Österreich
Mit Pendlerpauschale und Pendlereuro fördert Österreich die zahlreichen Pendlerinnen und Pendler. Das Pendlerpauschale stellt für Arbeitnehmer eine steuerliche Abgeltung der Kosten dar, die für längere Fahrtstrecken zwischen Wohnung und Arbeitsstätte anfallen. Seit Jahresbeginn 2013 besteht auch für Teilzeitkräfte ein Anspruch auf Pendlerpauschale. Darüber hinaus wurde bei Anspruch auf ein Pendlerpauschale zusätzlich ein so genannter Pendlereuro als steuerlicher Absetzbetrag eingeführt. Jeder Pendler bekommt pro Kilometer Distanz zwischen Wohnstätte und Arbeitsplatz zwei Euro. Er steht Beziehern des großen und des kleinen Pendlerpauschales gleichermaßen zu. Die Berücksichtigung des Pendlereuros erfolgt wie beim Verkehrsabsetzbetrag durch den Arbeitgeber.

Neues Service Pendlerrechner
Mit dem neu präsentierten Pendlerrechner wird der Bereich der Pendlerförderung komplettiert: Nun wird rechtsverbindlich Auskunft über die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz gegeben und auch festgestellt, ob dabei die Benützung eines Massenbeförderungsmittels zumutbar oder unzumutbar ist. Der Pendlerrechner basiert auf den Wegenetzdaten der jeweiligen Infrastrukturbetreiber sowie auf den aktuellen Fahrplandaten der Verkehrsbetriebe. Unzumutbarkeit kann sich aus der persönlichen Situation des Steuerpflichtigen einerseits oder andererseits daraus ergeben, dass ein Massenbeförderungsmittel tatsächlich nicht oder nur so verkehrt, dass dabei erheblich längere Zeitdauern in Kauf genommen werden müssen.

Rechtsverbindlichkeit gewährleistet
Rechtsverbindlichkeit bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Ausdruck der persönlichen Pendlerrechnerabfrage nicht nur Nachweis für die Berücksichtigung des Pendlerpauschales und des Pendlereuros bei der Veranlagung ist, sondern auch als amtlicher Vordruck zur Geltendmachung des Pendlerpauschales und des Pendlereuros beim Arbeitgeber dient.

Einen Überblick über die wichtigsten Fragen und Antworten findet man direkt in der Abfragemaske des Pendlerrechners über den Link „Häufige Fragen zum Pendlerrechner“.
Der Pendlerrechner wird auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen bereitgestellt: https://www.bmf.gv.at/pendlerrechner/