Wissenswertes über den Strompreis

Der österreichische Strommarkt ist seit 2001 liberalisiert, das heißt, der Stromlieferant ist frei wählbar, was dazu geführt hat, dass mehrere Stromlieferanten um die Gunst der Konsumenten buhlen. Strompreise im Vergleich Do…
Der österreichische Strommarkt ist seit 2001 liberalisiert, das heißt, der Stromlieferant ist frei wählbar, was dazu geführt hat, dass mehrere Stromlieferanten um die Gunst der Konsumenten buhlen.

Strompreise im Vergleich
Doch wie lässt sich der Strompreis überhaupt vergleichen? „Es gibt mittlerweile zahlreiche Internetportale, auf denen man den günstigsten Strompreis recherchieren kann, wie etwa den Tarifkalkulator der E-Control“, erklärt Dr. Josef Resch, Bereichsleiter Energievertrieb bei der Salzburg AG. Bei diesen Gegenüberstellungen ist jedoch Vorsicht geboten: „Bei Preisvergleichen mit alternativen Anbietern werden beim jeweiligen Stammanbieter, in Salzburg ist das die Salzburg AG, die Rabatte nicht automatisch mit einberechnet. So werden zum Beispiel die
FreistromTage für Bindung oder Abbuchungsauftrag in der Voreinstellung nicht herangezogen, während bei den alternativen Anbietern einmalige Neukundenrabatte sehr wohl standardmäßig angezeigt werden“, so Resch.

Achtung bei Neukundenrabatten
Angebote mit hohen Neukundenrabatten können im ersten Jahr zwar etwas günstiger sein, die Ersparnis ist aber nur von kurzer Dauer. Neukunden im ersten Jahr mit Rabatten zu locken und in den folgenden Jahren wieder höhere Preise zu verrechnen, entspricht nicht der Strategie von verantwortungsvollen Unternehmen.

Der Strompreis setzt sich aus 3 Teilen zusammen
Der Strompreis setzt sich aus dem Energiepreis, dem Netztarif sowie Steuern und Abgaben zusammen.
 Den Energiepreis erhält der Stromlieferant für sein Produkt, die elektrische Energie. Diesen Preis kann jeder Anbieter selbst festsetzen.
 Die Netzgebühren erhält der regionale Netzbetreiber, der nicht frei wählbar, sondern standortabhängig ist. Die Netzgebühren werden nicht vom Netzbetreiber selbst festgesetzt, sondern von der E-Control, der zuständigen Aufsichtsbehörde.
 Der dritte Anteil sind Steuern und Abgaben, die vom Bund, den Ländern oder den Städten und Gemeinden eingehoben werden. Elektrische Energie unterliegt natürlich auch der Umsatzsteuer.

Was ist eigentlich ein Strommix?
Unter Stromkennzeichnung, umgangssprachlich Strommix genannt, versteht man die prozentuelle Aufteilung der Energiequellen, aus denen das jeweilige Stromprodukt besteht.
Das können neben Wasserkraft sonstige erneuerbare Energiequellen wie Photovoltaik, Windkraft oder Biomasse, aber auch fossile Energie aus Erdgas- oder Kohlekraftwerke oder Atomstrom sein. Immer mehr Konsumenten legen Wert auf einen möglichst „grünen Strommix“, wollen also hauptsächlich Strom aus erneuerbaren Energien. Bei der Salzburg AG führt die Wasserkraft mit über 85%. Über 90% werden aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Knapp 6% stammen aus effizienter Kraft-Wärme-Kopplung, bei der neben Strom auch Wärme für den Heizbedarf gewonnen wird.